Wanderwach & Kaffee

Inspiration & Community: Die Fernwandertage Wiesbaden

Trail Talk mit Mareike Schmidt Season 1 Episode 149

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0:00 | 27:23

Fernwandern bedeutet weit mehr als nur Schritt für Schritt zu gehen – es geht um Mut, Vorbereitung und die richtige Community. In dieser Folge habe ich Cédric und Niels zu Gast, die Macher der Fernwandertage in Wiesbaden.

Wir sprechen darüber, was die Community ein ganzes Wochenende lang vor Ort erwartet: Von praktischen Näh- und Erste-Hilfe-Workshops über spannende Aussteller, Vorträge, Gesprächsrunden bis hin zur exklusiven Uraufführung des neuen NST-Films. Es ist die perfekte Gelegenheit, sich auszutauschen, Gleichgesinnte zu treffen und Leute kennenzulernen, die man sonst nur aus dem Podcast oder von Social Media kennt. Ich werde natürlich auch am Start sein!

Viel Spaß beim Hören!

Eure Mareike

https://fernwander-tage.de/

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SPEAKER_00

Hallo und herzlich willkommen bei Wanderwach und Kaffee, lieber Cedric und lieber Nils.

SPEAKER_02

Ja, hallo Mareike, danke dass wir hier sein können.

SPEAKER_01

Hallo Mareike, ja, vielen Dank für die Einladung.

SPEAKER_00

Ja, ich freue mich total, denn die Fernwandertage staan mal wieder auf dem Programm. We sprechen jetzt Ende Juli miteinander and it's not long here. They're in the letzter. This year in the twenty years. And you are the eye into this event, to which I'm in the deutched fan or whitewander community come. I'm done. I'm so drawing. And before we lose, there are violence who not knew. Who bist du? Wo bist du? Was machst du, wenn du nicht die Fernwandertage gemeinsam mit Nils planst?

SPEAKER_02

Ja, hallo, ich bin der Cedric. Ich bin zum Fernwandern gekommen im Jahre 2017 und bin dort ganz blauäugig auf dem PCT gestartet, auf dem Pacific Crest Trail, hatte bis dahin, glaube ich, mal zwei Nächte draußen im Zelt übernachtet und bin einfach losgelaufen. Und siehe da, eigentlich bin ich gestartet, um zu sagen, hey, nach drei Wochen kannst du wieder nach Hause fliegen, hast eine tolle Geschichte, die du erzählen kannst, alles wunderbar. Aber nein, es kam alles anders. Ich wurde irgendwie süchtig und hab's dann auch bis nach Kanada geschafft. Und habe da angehört das ganze Thema Fernwandern zu meinem Leben mit dazu. Ich bin auf dem Continental Divide Trail gestartet, bin durch Israel einmal von Nord nach Süd gelaufen, oben den Kungsläden, dann den Lauga-Wegwurf Island. Und auf all den Touren habe ich festgestellt, dass ich nie den passenden Rucksack für mich gefunden habe und mich quasi tot gekauft habe. Und das Regal wurde immer voller mit allem möglichen und trotzdem hatte ich nichts Passendes dabei. So dass ich während Corona mir meine erste kleine Nähmaschine gekauft habe und gesagt habe, jetzt fängst du einfach mal an und testest, ob du das nicht auch selber hinbekommst und dir endlich mal den Rucksack deiner Träume nähen kannst. Und als das dann funktioniert hatte, kam der Unternehmergeist durch und ich sagte, Mensch, wieso kann ich jetzt sowas nicht in Deutschland kaufen? Und hab gesagt, alles klar, ab jetzt fertige ich Rucksäcke für Fernwanderer, die eben mehrere tausend Kilometer machen wollen. Und ja, das ist mittlerweile mein Leben. Und in Anführungsstrichen, nebenbei plane ich dann mit dem Nils das zweite Jahr in Folge, die Fernwandertage, um der Community a bit of the world, that I am an event durfte. And also the spirit in me selber amongst.

SPEAKER_00

Ja, Nils, wer bist du? Wo bist du? Was machst du, wenn du nicht wanderst? Und ich gib's gleich noch als Comment mit rein. Du warst schon mal bei mir bei Wanderwach im Kaffee zu Gast, denn du bist ein epischer Through-Hiker, du hast eine ganz, ganz große Runde gedreht, aber vielleicht magst du das kurz in deine Introduction mit einnehmen oder mit aufnehmen.

SPEAKER_01

Ja, gerne. Ja, ich bin Nils, Nils Rabe. Ich bin, genau wie Cedric, auch leidenschaftlicher Fernwanderer. Bei mir hat es 2018 begonnen mit dem PCT. Das war tatsächlich mein allererster Trail, den ich relativ blauortig damals auch einfach gegangen bin. Hintergrund war so ein bisschen, dass ich als klassischer Backpacker inzwischen irgendwie schon 45 Länder bereist hatte und einfach mal was anderes erleben wollte. Und ja, dann bin ich eben auf diesen PCT gestoßen und bin 2018 gelaufen. Und als ich damit fertig war, dachte ich, ich will mehr davon. Es hat mich begeistert, das hat mich fasziniert, das hat mich inspiriert, einfach diese Freiheit zu erleben, diesen Traum auch gelebt zu haben. Und ich bin dann aber zuerst mal wieder ganz normal in den Job zurück, in die Unternehmensberatung und da viele Stunden geklöppelt und hab dann für mich relativ schnell aber gemerkt, das ist es nicht auf Dauer. Und habe mich dann tatsächlich damals, 2019 war das, mit dem Continental White Trail auseinandergesetzt, wollte den ursprünglich dann als zweiten großen Trail laufen. Und während ich so ein bisschen recherchierte und mich damit auseinandersetzte, stieß ich auf einen Beitrag von Andrew Sturker, das ist einer von diesen legendären amerikanischen Hikern. Und der war ein paar Jahre zuvor den sogenannten Great Western Loop gelaufen. Das ist im Grunde eine Konstellation aus fünf verschiedenen Trails. Also da ist ein bisschen was vom Arizona Trail mit drin, da ist der Continentalby Trail mit drin, der Pacific Northwest Trail, der PCT und der Grand Enchantment Trail. Und das ist letztendlich ein Loop durch die USA, beginnend an der mexikanischen Grenze, bis eben hoch nach Kanada und wieder zurück, der ungefähr 11.000 Kilometer lang ist. Und ja, ich habe mich damals dann eben da reingelesen, damit auseinandergesetzt und gemerkt, dass es bisher nur zwei Leute gab, die diesen Trail oder diese Route letztendlich im Uhrzeigersinn gelaufen sind. Und offenbar noch keiner gegen den Uhrzeigersinn. Und dieser Gedanke hat mich dann nicht mehr losgelassen. Ich habe immer mehr geplant, mich mit dieser Idee auseinandergesetzt, wie es denn sein könnte. Vielleicht als erster Mensch der Welt tatsächlich diese Route gegen den Uhrzeigersinn zu laufen. Ja, und das hat mich nicht mehr losgelassen. Und dann stand ich 2019 tatsächlich in Neuseeland zum Training. Bin dem Terror einfach mal runtergelaufen, 3000 Kilometer. Von da aus dann im Februar 2020 nach Amerika rübergeflogen, kurz bevor der Lockdown in Neuseeland kam von Corona. Saß dann in den USA, die ersten 1500 Kilometer gelaufen und dann machten aber überall die Grenzen zu. Ganz viele Trailtowns haben uns gesagt, Jungs, wir wollen euch die nicht haben, wir haben Angst, dass ihr uns im Virus reinschleppt. Ja, und hab dann meinen ersten Versuch abgebrochen. 2021 bin ich dann wieder gestartet, hab dann die Route tatsächlich auch komplett laufen können in tatsächlich 222 Tagen und ungefähr fünf Stunden. Ja, und das ist letztendlich so meine große Trail-Historie. Und inzwischen bin ich Vater geworden, bin hier ein bisschen sesshaft geworden in Hamburg, will aber letztendlich Teil von der Community sein. Ich will so ein bisschen meine Erfahrungen auch weitergeben an, ich sag mal, die nächste Generation. Und genau dafür haben wir letztendlich dann auch die Fernwandertage gegründet, um einfach Mut zu machen, zu inspirieren und vor allem Wege aufzuzeigen, wie vielleicht auch der eigene Traum letztendlich dann wahr werden kann. Selbst mal so eine Fernwanderung, jetzt nicht von 11.000 Kilometern, sondern gerne auch meinetwegen mal 80, 90, 100 Kilometer, ja, einfach mal zu starten, einfach mal rauszugehen, Spaß zu haben und vor allem auch wieder sicher zurückzukommen.

SPEAKER_00

Also ganz, ganz viel Expertise, die ihr zwei zusammenbringt. Und wie bereits gesagt, die Fernwandertage haben das letzte Mal oder das erste Mal, letztes Jahr stattgefunden. Das war, ich glaube, ein Tag oder ein Abend und ein Tag. Und in diesem Jahr finden die Fernwandertage zum zweiten Mal statt. Und bevor wir darauf eingehen, was überhaupt da passiert, gebt uns mal einen kurzen Überblick, wo die stattfinden und wann die stattfinden. Wie lange die stattfinden, habe ich ja schon angeteasert, drei Tage, aber gebt uns mal noch ein paar Eckpunkte, wann genau die stattfinden und vor allen Dingen auch wo.

SPEAKER_02

Ganz genau finden die Fernwandtage am 1. September Wochenende statt. Genauer noch vom 4. bis zum 6.9.2026 in Wiesbaden auf Schloss Freudenberg. Ist mittlerweile, könnte man schon fast sagen, unsere Stammstelle, unser Stamm-Event-Gelände. Und ja, wir starten am Freitag, am frühen Nachtag gegen 15 Uhr. Wir werden wohl den ersten Startschuss enden. Und dann geht es wirklich komplett durch bis Sonntag wieder, etwa 15.30 Uhr, werden so die letzten Vorträge, die letzten Workshops dann enden. Und dann klingen die Fernwandertage auch ein bisschen aus und da muss natürlich noch schnell abgebaut werden und die Fläche ordentlich sauber wieder hinterlassen werden. Denn wir haben zum Abschluss der ersten Fernwandertage von dem Eventgelände von Schloss Freudenberg das größte Kompliment erhalten. Wir waren die Veranstaltung, die das Eventgelände sauberer verlassen hat, als sie es tatsächlich vorgefunden haben.

SPEAKER_00

Das muss man erstmal schaffen.

SPEAKER_02

Ja, es musste uns nichts hinterhergeräumt werden. Es wurde nicht ein Kaugummi-Papier oder so noch gefunden. Und das war der Grundstein dann auch, dass wir es das zweite Mal stattfinden lassen können dort. Ja, und das hat uns sehr geschmeichelt und auch der Community natürlich konnten wir so ein großes Kompliment machen.

SPEAKER_00

Und das sieht man wieder, Hiker leben das Motto Leave No Trails. Und nicht nur auf Trails, sondern auch mehr oder weniger im Alltag. Ja, also im letzten Jahr das erste Mal, jetzt das zweite Mal und ihr steigt sofort ein mit drei Tagen. Also ich vermute, demnach, abgesehen davon, dass nicht mal ein Kaugummi-Papierchen übrig geblieben ist in Wiesbaden, war das Event letztes Jahr so ein großer Erfolg, dass ihr gesagt habt, wir bauen das aus und dieses Jahr machen wir das länger.

SPEAKER_01

Ja, es ist richtig. Wir hatten letztes Jahr tatsächlich eine kleine Umfrage gemacht von den Leuten, die vor Ort waren. Und von den Leuten, die an der Umfrage teilgenommen haben, haben wirklich 92 Prozent gesagt, es war ein richtig cooles Event, es war ein Meta-Event, wir hatten richtig viel Spaß. Und es kam eben da ganz explizit der Wunsch auf, das Event einfach ein bisschen zu strecken, zu verlängern, in Anführungszeichen. Wir hatten unsere ganzen Programmpunkte damals auf den Samstag zusammengestaucht. Und Satrin und ich, wir haben es selber gemerkt, wir sind von Thema zu Thema irgendwie gerannt, weil es dann letztendlich so viel draus geworden ist, was super cool war. Wir hatten auch eine ganz tolle Community und ganz viele Leute, die eben wirklich aktiv mitgewirkt haben. Aber wir haben einfach gesagt, boah, wir brauchen eben, wir müssen ein Stück mal runterfahren und das Ganze einfach ein bisschen entspannter vielleicht auch angehen und ein bisschen mehr Möglichkeiten auch zum Austausch untereinander schaffen. Dass wir gesagt haben, okay, wir strecken das Ganze so ein bisschen auf drei Tage, versuchen aber ungefähr die Anzahl an Themen zumindest verhältnismäßig gleichzulassen, um auch mehr Möglichkeiten zu geben, verschiedene Themen einfach zu besuchen. Und wir waren im letzten Jahr tatsächlich überrascht, wie gut und wie viele Themen wirklich angenommen wurden und wie viele Leute wirklich von Workshop 1 zu Workshop 2 und 3 gerannt sind und dachten, okay, wow, das ist cool. Und dementsprechend haben wir es jetzt einfach ein bisschen ausgedehnt. Und ja, ich bin ganz gespannt, wie es diesmal ankommt. Ich glaube, wir haben wieder ein tolles Programm mit einer tollen Bandbreite, wo wirklich für jeden, was dabei ist, von ich bin noch nie ein Trail gelaufen bis hin zu, ich habe schon meine paar tausend Kilometer Erfahrung letztendlich gesammelt. Ja, ich glaube, da ist wirklich ein ganz, ganz tolles Programm, was man auf unserer Webseite dann natürlich auch eben nochmal gerne nachlesen kann.

SPEAKER_00

Aber wir sitzen ja nun auch hier zusammen im Podcast, damit wir auch so ein paar Dinge anteasern können. Also ihr habt Vorträge, ihr habt Workshops, es gibt auch Aussteller, man kann Ausrüstung ausprobieren. Habt ihr so eine Frage dürfte ich wahrscheinlich gar nicht stellen, ob ihr ein persönliches Highlight habt, auf was ihr euch ganz besonders freut, wenn ihr an eure eigenen Fernwandertage denkt.

SPEAKER_02

Ja, also ich finde es.

SPEAKER_00

Ich stelle die Frage jetzt trotzdem, ja. Ja, darfst du gerne.

SPEAKER_02

Und ja, es ist also gerade für mich, so als jemand, der mittlerweile selber eben lädt und dafür sorgt, dass Rucksäcke entstehen, die diese tausend Kilometer halten, freue ich mich sehr, dass wir es dieses Jahr nach tatsächlich sehr langem Hin und Her viel Geplane, viel gerechnet geschafft haben und gesagt haben, wir lassen einen Näh-Workshop starten. Also das heißt, wirklich ein, ja, es wird ja gemeinhin eigentlich als Myok bezeichnet, also Make your own gear, lassen wir dieses Jahr tatsächlich, ja, wir müssen auch schauen, wie häufig wir ihn stattfinden lassen können. Ist ja immer eine gewisse Frage, wer macht mit, wer gestaltet ihn mit, aber wir wollen allen dort die Möglichkeit geben, die daran teilnehmen, eben mal selber zu nähen und selber die Erfahrung zu sammeln und zu wissen, wie gehe ich ein Projekt an, wenn ich mir selber einen kleinen Packsack nähen möchte. Oder vielleicht ein T-Shirt oder ähnliches. Und dafür haben wir jetzt mittlerweile tatsächlich vier oder fünf Nähmaschinen günstig erstanden, die dort nachher stehen werden. Und alle Teilnehmer haben dann die Möglichkeit, real sich unter unserer Anleitung dorthin zu setzen und mal ein paar Stiche mit der Nähmaschine zu machen und hoffentlich so die Angst zu verlieren, dass man sofort sich in den Finger sticht. Und dazu gab es dann direkt heute die Premiere, nämlich ich habe es heute tatsächlich geschafft, mir das allererste Mal von der Nähmaschine in den Finger stechen zu lassen. Ach nee! Er geht nur gerade so ein und passt gerade toll zum Thema. Ja, und deswegen wird das wohl mein persönliches Highlight dieses Mal werden, diesen Workshop mit zu gestalten und mitzugeben. Und ja, anderen Hikern zu zeigen, hey, man kann auch das ein oder andere entweder selber machen, selber reparieren oder modifizieren, um das Ganze für sich und den eigenen Anspruch noch zu verbessern.

SPEAKER_00

Wie sieht es bei dir aus?

SPEAKER_01

Ich glaube, ich habe gar kein konkretes Highlight für mich. Ich bin super stolz, super happy über die Bandbreite, die wir drin haben, wirklich von später Einsteigerinnen, also von Themen für Leute ab 50, 55 plus, von Themen für Leute, die gerade überhaupt in das Thema einsteigen, bis hin zu Tarp-Workshops für Leute, die vielleicht schon ein bisschen weiter sind und sich eben fragen, ob sie von einem Zelt zu einem Tarp wechseln wollen. Aber eben auch, was ich glaube ich richtig cool finde, ist, wir haben ja im Gegensatz zu letzten Jahr nochmal richtig aufgerüstet, wir werden zwei große LED-Bildschirme da hinstellen und am Samstagabend mit der Uraufführung vom Nord-Süd-Trail Video über den Reihen steigt, ein echtes Kino-Erlebnis anbieten können. Und ich glaube, dass einfach diese Abwechslung im Programm super cool ist. Wir haben tolle, große und bekannte Marken dabei, aber eben auch kleine, neue, aufschrebende Marken, wie zum Beispiel eben 10 Gramm oder Lappy, und dass letztendlich so ein bisschen einfach diese Community da wirklich zusammenkommt. Das haben wir, glaube ich, mit dem Programm wieder sehr, sehr gut hinbekommen, ohne zu dogmatisch in irgendeine Richtung abzudriften. Es gibt ja immer wieder Ausreißer von Leuten, die einen ganz starken Fokus auf Kilometer, auf Meilen oder auf entsprechende Distanzen legen. Und ich glaube, wir haben es ganz gut hingekriegt, einfach für jeden tatsächlich ein Angebot breitzustellen. Ob es jetzt eben wirklich das Pilgern ist oder zum Beispiel auch Paulina mit ihren FKTs, also mit ihren Speed Records. Ich glaube, dass für jeden letztendlich was dabei ist und jeder sich sein ganz persönliches Highlight aus dem Programm einfach raussuchen kann und damit bestimmt glücklich wird.

SPEAKER_00

Und wisst ihr, auf was ich mich letztendlich am meisten freue? Dass ich die Community treffe. Dieses ganze Thema Community. Also ich bin ja bisher immer oder die meiste Zeit in Neuseeland gewesen und die aller allermeisten meiner Podcast-Gäste habe ich ja remote interviewt und manche, also es gab einige Ausnahmen, dass man sich tatsächlich getroffen hat. Aber ich freue mich tatsächlich am meisten darauf, endlich meine Podcast-Gäste der Vergangenheit mal zu treffen. Ich freue mich drauf, euch zu treffen. Ich freue mich drauf, ich weiß jetzt schon von Leuten, die gesagt haben, wow, Mareike, du kommst, du bist dabei, da kommen wir. Also ich freue mich einfach drauf, dass die deutschsprachige Community zusammenkommt, dass ich Leute treffen kann, dass sich andere Leute treffen, die wir alle haben ja das gleiche Hobby, egal wie alt, wie jung, ob wir schnell, ob wir langsam gehen, ob wir Tausende an Kilometern, ob wir 100 Kilometer gehen. Ich glaube, dieses Community-Feeling, das ist für mich persönlich der absolute Pull-Faktor und ich glaube für viele andere da draußen auch.

SPEAKER_02

Das hoffen wir sogar, denn die schönsten Erinnerungen sind ja nachher eigentlich die, die so ein bisschen in kleinen Gesprächen drumherum stattfinden. Und so fanden wir es dann im letzten Jahr schon ganz toll, als auch auf der Veranstaltung uns Leute berichteten, also falls ihr das nächstes Jahr wieder stattfinden lasst, wir haben uns schon hier verabredet. Und das war schon wirklich grandios.

SPEAKER_01

Ja, also das ist ja auch der Grund, warum wir zum Beispiel am Abend immer unsere Lagerfeuer haben werden. Wir werden diesmal wahrscheinlich auch zwei größere Lagerfeuerplätze eben anbieten, weil uns dieser Austausch untereinander auch so wichtig ist. Also gerade Seth und ich, wir sind ja auch jetzt irgendwie gestandene Fernwanderer. Und wir haben in ganz vielen Workshops oder auch im PCT-Forum und in anderen Gelegenheiten gesehen, wie hoch dieser Bedarf ist, sich einfach auch auszutauschen, unabhängig von Workshops oder von Vorträgen, einfach seine eigenen Geschichten letztendlich nochmal erzählen zu können und Menschen zu treffen, die die gleiche Leidenschaft teilen und die auch zum Teil diese gleichen Erfahrungen schon gemacht haben. Und gerade wir beide haben damals so unglaublich von anderen Menschen damals profitiert, die uns einfach Tipps und Hilfestellungen vor unseren ersten Trail zu geben haben. Und deswegen sind die Fernbanner-Tags für uns eben auch so eine Chance, einfach ein bisschen was zurückzugeben und diesen Austausch in der Community zu ermöglichen. Und ich finde es immer ganz toll, wenn dann abends am Lagerfeuer der komplette Neueinsteiger neben jemandem sitzt, der vielleicht schon 10.000 Kilometer gelaufen ist, und sie sich einfach unterhalten, austauschen und sich gegenseitig inspirieren, voneinander lernen und die gleiche Leidenschaft teilen, das gleiche Interesse teilen, völlig egal, was sonst für berufliche oder wirtschaftliche Hintergründe bestehen. Und das ist schön. Und das ist genau das, was Wandern und vor allem Fernwandern, glaube ich, auch ausmacht. Dieses gemeinsame Ziel, zum Beispiel eben Kanada oder Mexiko zu erreichen und sich einfach gegenseitig zu unterstützen. Und das ist, glaube ich, ein ganz wertvoller Aspekt. Und wir hoffen, dass wir den Fernwandertagen oder mit den Fernwandertagen langfristig eine gewisse Heimat für die Community in Deutschland auch anbieten können.

SPEAKER_00

Ich glaube auch so ein Aspekt, den sehr, sehr viele von uns kennen, ist, dass man in seinem eigenen Alltag, wenn man mal was erzählen möchte und wenn man das Gefühl hat, ah, ich muss mich jetzt irgendwie austauschen und über meine Erfahrung berichten möchte, letztendlich kann da niemand connecten mit, weil wer läuft schon mehrere tausend Kilometer am Stück oder selbst mehrere hundert Kilometer am Stück. Also in unserem Umfeld sozusagen, ich glaube von jedem, der auch meinen Podcast hört oder der sicherlich auch zu den Fernwandertagen kommen wird, wir dürsten danach auszutauschen, weil wir in unserem unmittelbaren Umfeld ganz wenig Gelegenheiten haben, eben unsere Erfahrungen loszuwerden, in Erinnerung zu schwelgen und ja, einfach mal wieder so richtig übers Wandern zu reden und keine krummen Blicke zu bekommen, wenn man sagt, dass man irgendwie eine Woche nicht geduscht hat oder so.

SPEAKER_02

Ja, oder einfach sich tatsächlich mit einem Löffel Wochen und Monatelang ernährt hat, ohne ihn eigentlich wirklich einmal abzuwaschen, weil man es immer in der Stadt vergessen hat. Das ist im Alltag sehr, sehr schwierig. Da eben mit Freunden, Bekannten, wenn man abends beim Grillen, weil jemand auf der Terrasse ist oder so, ja, die Leute wollen durchaus etwas davon hören, aber sind immer wieder ganz baff, was Fernwandern dann eigentlich letztlich eben ist. Es ist eine verdammt schweißtreibende und manchmal eben auch nicht besonders schöne Geschichte, aber man wird dafür mit Dingen belohnt, die eben sonst nicht erreichbar sind. Und ja, das macht so besonders.

SPEAKER_00

Und wie beim Wandern, so auch bei den Fernwandertagen, das große Thema Logistik. Beim Wandern ist ja immer die Frage, wo übernachte ich, wo verpflege ich mich, vielleicht auch, wie komme ich zum Terminus? Wie ist es bei den Fernwandertagen? Wir wissen schon Wiesbaden. Wie kommt man da am besten hin? Habt ihr Tipps? Wo kann man übernachten? Und gibt es irgendwie Verpflegungshinweise oder ein Verpflegungspackage, meine ich, auch gesehen zu haben. Vielleicht für diejenigen, die noch nicht so viel wissen, aber jetzt richtig Bock bekommen haben, nach Wiesbaden zu kommen, gib mal so ein paar Infos zur Logistik, bitte.

SPEAKER_01

Ja, gerne. Genau, also Wiesbaden haben wir bewusst ausgewählt, weil es tatsächlich relativ gut erreichbar ist mit dem ICE, egal von wo du in Deutschland kommst. Wir hatten auch letztes Jahr Leute aus Rostock, Kiel dabei, wir hatten Leute aus Österreich und der Schweiz mit dabei, die also auch ein bisschen weiter gefahren sind. Und vom Bahnhof in Wiesbaden gibt es natürlich einen Bus, der relativ nah an den Rand fährt und von da sind es dann nochmal ein paar Minuten zu Fuß, bis man dann wirklich am Schloss Freudenberg und vor allem eben im Schlosspark ist. Und das ist letztendlich der Bereich, in dem wir uns da aufhalten. Der Schlosspark ist riesig. Dementsprechend haben wir da viel Platz für unsere Ausstellermesse, aber eben vor allem auch für unseren Zeltplatz. Das heißt, jeder, der ein Nicht-Tagesticket kauft, also unter zwei- oder drei Tagesticket, wir nennen es Through-Hiker oder Section Hiter-Ticket, der hat automatisch auch einen Zeltplatz mit dabei. Das heißt, er kann bei uns auf dem Gelände sein Zelt entsprechend aufstellen und Dann dort entsprechend mit übernachten. Das Gute an Wiesbaden ist, wir haben eine Infrastruktur da, wir haben Toiletten da, wir haben Sanitäranlagen da, duschen haben wir leider nicht, aber wir sind ja Fernwanderer. Ich glaube, für das Wochenende kommt man damit entsprechend aus. Genau, und was das Essen angeht, ganz viele Möglichkeiten vor Ort. Wir haben es aus dem Feedback vom letzten Jahr tatsächlich so gemacht, dass wir dieses Mal ein Catering-Angebot anbieten werden für den Samstag und für den Sonntag. Da sind letztendlich zwei Frühstücke, zwei Mittagessen und ein Abendessen mit dabei. Die ganzen Details kann man auf der Webseite auch nochmal nachlesen. Ist, glaube ich, echt ein gutes Angebot geworden. Freitag werden wir einen offenen Grill wieder anbieten. Wir haben einen Supermarkt direkt um die Ecke. Es gibt aber auch Restaurants. Und wer will, kann natürlich ganz Thruhiker-like einfach sein Gaskocher mitbringen und tatsächlich auf dem Gelände eben sich auch seine eigenen Gerichte im Gaskocher eben herrichten. Und wer wem das auch noch nicht reicht, der hat sogar noch die Möglichkeit, entweder zu einem kleinen Waldkios, der auf dem Gelände ist, zu gehen oder in ein ganz kleines Café, in dem auch nochmal ein paar Speisen und eben Getränke mit angeboten werden.

SPEAKER_00

Sehr schön. Jetzt natürlich die große Frage: gibt es noch Tickets?

SPEAKER_01

Ja, es gibt noch Tickets, genau. Wir haben ganz unterschiedliche Tickets im Angebot, also von einem 1-, 2- bis 3-Tages-Ticket oder tatsächlich unser All-Inclusive-Ticket. Das ist, glaube ich, fast noch das Spannendste. Da bekommst du aktuell 3 Tage Eintritt plus Catering für einen relativ guten Preis, der tatsächlich unter dem Preis von zwei Tagen plus Catering im normalen Buchungsmodus liegt und, glaube ich, nochmal sehr, sehr attraktiv tatsächlich für alle anderen ist. Was gerade knapp wird, ist tatsächlich unser Erster-Hilfe-Slot. Wir haben einen vierstündigen Erste-Hilfe-Workshop wieder mit im Angebot von den Hinterland-Medics. Eine richtig coole Truppe, die zum Beispiel die Absicherung von Seven Bros. Wild mehrfach vorgenommen haben. Und da haben wir bewusst die Platzzahl begrenzt, um einfach wirklich eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Und da sind insgesamt 20 Plätze vorgesehen und da sind die meisten tatsächlich schon weg. Also ich glaube, wir liegen aktuell bei 13, 14 Tickets. Also wer da noch mit einsteigen will, der sollte sich ein bisschen beeilen. Aber ansonsten sind noch Tickets für das Event erhältlich.

SPEAKER_00

Prima. Cedric, wenn man jetzt noch Infos braucht, wo findet man Infos?

SPEAKER_02

Ja, am absolut einfachsten natürlich, wie überall auch online auf unserer Homepage www.fernwander-tage.de. Ich hoffe, ich habe es jetzt richtig gemacht mit Windestrich, aber ja, sollte so sein. Dort haben wir natürlich einmal das gesamte Programm aufgelistet, was an welchem Tag zu welcher Uhrzeit genau stattfindet. Aber auch alles zum Thema Tickets, Ticket-Kategorien, Catering. Wir haben uns auch dieses Jahr wieder dazu entschieden, wirklich eine breite Ticketpalette anzubieten, sodass wirklich jeder sich das Wochenende so zusammenstellen kann, wie es für ihn passt. Auch wenn jemand sagt, er kommt nur am Sonntag für einen Tag vorbei, haben wir das Tagesticket oder eben, wie Nils gerade schon sagte, auch bis zum All-Inclusive, also einmal alle drei Tage durch mit Verpflegung und so weiter. Wird dort alles nochmal genau erklärt. Und ja, wenn dann noch Fragen übrig sind und selbst unsere FAQ-Seite nicht mehr weiterhilft, dann ist immer noch oben links im Bild unsere E-Mail-Adresse eingeblendet. Einmal draufklicken und dann habt ihr direkt den heißen Draht zu Nils und mir. Und wir antworten euch in der Regel, ja, mittlerweile muss man sagen, immer halt so von ein bis zwei Tagen, weil wir auch beruflich mittlerweile etwas eingespannt sind. Aber es wird eine Antwort kommen. Manchmal fragen wir dann auch noch vorher rück, ob auf dem Event geländet, dies oder jenes gestartet ist. Und dann kommt aber immer eine qualifizierte Aussage.

SPEAKER_00

Ja, mir bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass ich mich extrem drauf freue, im September in Wiesbaden zu sein, euch zu treffen, die Community zu sehen. Und also, ja, ich freue mich enorm, das wird großartig und ich danke euch sehr, dass ihr auch hier heute im Podcast noch ein paar Infos geteilt habt. Nochmal richtig sehr viel mehr, obwohl natürlich jeder richtig großen Bock hat, die Fernwandertage zu besuchen. Aber wer noch nicht ganz überzeugt war, der ist jetzt überzeugt, bin ich. Da bin ich mir ganz sicher. Deshalb danke euch für die Infos, für die Einblicke, and we see uns in September in Wiesbaden.

SPEAKER_02

Da freuen wir uns drauf.